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Berlinale – meine Auslese

16. Februar 2015

Berlinale ist wenn man in zehn Tagen neun Filme sieht… Hoffentlich kommen möglichst viele davon ins Kino, denn mehr oder weniger alles was ich gesehen habe kann ich auch empfehlen:

Al-Hob wa Al-Sariqa wa Mashakel Ukhra (Love, Theft and Other Entanglements)
Amüsante und ergreifende Geschichte um einen Palästinenser, der sich aus Versehen einen gekidnappten israelischen Soldaten aufbürdet – und so zur Zielscheibe von beiden Seiten wird. Im Film-Noir-Stil in Schwarz-Weiß gedreht, mit einigen Längen da und dort.

Sume – Mumisitsinerup Nipaa (Sumé – The Sound of a Revolution)
Gleichzeitig ein sehr schöner Musik- bzw. Band-Dokumentarvideo und ein starker Film über die Unabhängigkeit Grönlands in den 1970er Jahren. Sehr empfehlenswert!

Queen of the Desert
Verspricht sehr viel, übergießt aber alles mit so viel Schmalz, dass es stellenweise lächerlich wird… Dank der schönen Bildern aber prima für einen verregneten DVD-Sonntagnachmittag.

600 Millas (600 Miles)
Eine Tarantino-Geschichte im hyperrealistischen Anti-Tarantino-Stil: Der Boss der Waffenschmuggler wäscht sein Geschirr selber ab, wer gut und böse ist lässt sich nicht entscheiden, und Autofahren ist und bleibt langweilig. Kling ruhig, ist ruhig, trotzdem zu Recht Preisträger für den besten Erstlingsfilm.

Dari Marusan
Eine Geschichte um Außenseiter der japanischen Gesellschaft, manchmal berührend, manchmal brutal, manchmal sehr fremd. Sehenswert auf jeden Fall.

Abaabi ba boda boda (The Boda Boda Thieves)
Inspiriert vom italienischen Film „Ladri di Biciclette“ von 1948, und genauso gut. Angesiedelt in Kampala, Uganda, mit einem Hauptdarsteller, der wie seine Figur im Film zur Zeit auch im Gefängnis sitzt…

Mariposa (Butterfly)
Was wäre wenn? Ein Säugling wird ausgesetzt, oder auch nicht. Wie die Geschichte zwanzig Jahre später weitergeht wird parallel, mit oft sehr starken Überblendungen gezeigt. Das ist manchmal verwirrend, aber sehr packend.

Taxi
Der Film hat den goldenen Bären auch deswegen erhalten, weil der Regisseur im Iran gefangen gehalten wird. Aber vor allem weil es ein äußerst amüsantes, mitreissendes Werk – unbedingt hingehen!

Chrieg
Die „Tageswoche“ hat geschrieben es sei „ein Film wie ein Tritt in die Magengrube“, und das ist er auch. Sehenswert!

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