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Es gibt ein einfaches Mittel, um Aufmerksamkeit zu erhalten: Sich als letzter Verfechter und Märtyrer der Meinungsfreiheit, als Tabubrecher, als einsamer Kämpfer wider den alles erstickenden Brei der „political correctness“ darzustellen. Letzte Woche gab es dazu zwei Beispiele. Zuerst die „Weltwoche“ (eine rechtspopulistische Schweizer Wochenzeitschrift), das sich zum einzigen Presseerzeugnis stilisiert, das es noch wagt über Kriminalität von Roma zu berichten. Was natürlich nicht stimmt, siehe beispielsweise diesen Bericht.

Die gleiche Masche benutzt Günter Grass mit seinem neusten WerkEs muss einfach raus, was bisher durch mögliche Antisemitismus-Verdikte, durch die lastende Vergangenheit unter dem Deckel gehalten wurde. Dabei wird Kritik an Israel keineswegs verschwiegen und verleugnet, wie neuere Texte in der FAZ und dem Freitag zeigen. Den Rest des Beitrags lesen »